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Gravidogramm


 
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Glockenblume
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Anmeldungsdatum: 13.07.2007
Beiträge: 396
Wohnort: Essen

BeitragVerfasst am: 18.07.2007, 08:28    Titel: Gravidogramm Antworten mit Zitat

Im Gravidogramm wird der allgemeine Zustand von Mutter und Kind während der Schwangerschaft aufgezeichnet. Die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen werden dokumentiert. Es handelt sich hierbei um die regelmäßigen Untersuchungen.
Das Untersuchungsdatum und die Schwangerschaftswoche wird eingetragen und eventuell korrigiert.


Der sogenannte Fundusstand beschreibt den Abstand der Gebärmutter vom Schambein. Das Wachstum der Gebärmutter wird somit überprüft. Sie wächst während der Schwangerschaft um das 500 bis 800fache. Am Ende der Schwangerschaft wiegt sie allein 1000 bis 1500 Gramm.


Erst gegen Ende der Schwangerschaft wird die Kindslage interessant. Circa vier Wochen vor dem Geburtstermin nimmt das Ungeborene seine endgültige Lage ein. Folgende Abkürzungen sind gebräuchlich: SL (Schädel-Lage), QL (Quer-Lage), BEL (Becken-Endlage oder Steißlage) oder S (Seitenlage).


Herztöne und Kindsbewegungen werden festgehalten. Mit Hilfe eines Ultraschallgerätes kann man den Herzschlag sehen. Der Herzton-Wehenschreiber zeichnet ihn auf. Der Puls eines Ungeborenen ist doppelt so schnell wie der eines Erwachsenen. Er beträgt 120 bis 140 Schläge in der Minute. Die Kindsbewegungen nimmt die Erstgebärende meist zwischen der 18. und 20. SSW wahr. Bei den weiteren Schwangerschaften spüren die Mütter sie oft schon in der 16. SSW. Beide Lebenszeichen des Ungeborenen sind wichtige Zeichen für den behandelnden Mediziner, dass es dem Kind gut geht.


Ödeme sind die Wassereinlagerungen im Gewebe, die vor allem gegen Ende der Schwangerschaft als normal angesehen werden. Sind sie extrem und treten plötzlich auf, können sie eine Zeichen einer Gestose. sein. Varikosis sind Krampfadern. Es handelt sich um eine häufig auftretende Schwangerschaftsbeschwerde. Sie sollten Ihren Arzt jedoch darauf aufmerksam machen, denn Krampfadern können die Gefahr einer Thrombose erhöhen.


Die Gewichtszunahme erfolgt nicht immer gleichbleibend. Als Idealwert gilt eine Zunahme von circa sechs bis zwölf Kilo über die ganze Schwangerschaft. Solange sich die Schwangere wohlfühlt und die Gewichtszunahme nicht extrem oder sprunghaft erfolgt, sollte sie sich auf keinen Fall von Gewichtstabellen tyrannisieren lassen! Das Gewicht verteilt sich im Einzelnen auf:


das Kind mit 3 bis 3,5 Kilogramm (Normwert 3,3 Kilogramm),
das Fruchtwasser 0,5 bis 1 Kilogramm,
die Plazenta (Mutterkuchen) 0,5 bis 0,7 Kilogramm,
die Gebärmutter 1 bis 1,5 Kilogramm,
neu gebildetes Blut 1 Kilogramm,
Brüste 0,4 bis 0,5 Kilogramm,
Wassereinlagerungen 1 bis 3,5 Kilogramm.

In den ersten drei Monaten sollte die Schwangere möglichst gar nicht zunehmen, im zweiten Trimester bis zu vier Kilo und im letzten Drittel können es noch einmal sechs bis acht Kilo sein (Idealwerte!!!). Bei mehr als 20 Kilo deutet dies meist auf eine Überernährung hin. Kritisch ist eine Gewichtszunahme von mehr als 2,5 Kilo pro Woche. Diese Zunahme kann ein Hinweis auf eine Gestose sein. Kommt es zu einem Gewichtsstillstand oder zu einer Zunahme von unter 7,5 Kilogramm, so können die Ursachen in einer Mangelernährung, einer Erkrankung der Mutter oder bei einer fötalen Wachstumsverzögerung liegen.


RR ist der Blutdruck nach Riva-Rocci. Ein hoher Blutdruck beginnt bei Werten von 140/90, ein niedriger Blutdruck bei 100/70. Ein plötzlich ansteigender Blutdruck kann ein Symptom einer Gestose sein. Bei Schwangeren mit Blutdruckproblemen schaut der behandelnde Arzt immer besonders darauf, dass das Ungeborene gut versorgt wird und gut wächst. Manchmal ist eine medikamentöse Einstellung der Schwangeren unerlässlich.


Hb (Ery) drückt die Konzentration an Eisen im Blut aus. Es wird als Bestandteil des Hämoglobins zum Sauerstofftransport benötigt. Oft sinkt dieser Wert auch schon allein durch die Zunahme des Blutvolumens (bis zu 1 Liter während der Schwangerschaft). Um einer sogenannten Schwangerschaftsanämvorzubeugen, werden ab einem Wert von unter 10,5 Eisenpräparate verschrieben.


Unter Sediment sind die Ergebnisse der Untersuchungen des Urins zu finden. Eiweiße können auf eine Nierenfehlfunktion und eine Gestose hinweisen. Zucker im Urin können Anzeichen eines Gestationsdiabetes sein. Nitrit und Blut deuten auf eine bakterielle Blasenentzündung hin.


Bei der vaginalen Untersuchung ertastet der Arzt den Zustand des Muttermundes und des Gebärmutterhalses. Er kann so beispielsweise eine Frühgeburtsneigung diagnostizieren.


Sonstige Befunde sind beispielsweise spezielle Untersuchungen wie der Triple-Test oder der Test auf Streptokokken

Quelle www.schwangerschaft.medhost.de
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